Die ZÜBLIN AG hat das Bestandsgebäude „Z-zwo“ innerhalb von 18 Monaten energetisch modernisiert und unter dem Namen Z2 weiterentwickelt. Ziel des Projekts war es, den Energiebedarf des Gebäudes zu reduzieren, vorhandene Bausubstanz weiter zu nutzen und damit Ressourcen zu schonen. Das Sanierungskonzept unterstützt zugleich die Klimastrategie der STRABAG-Gruppe, die bis 2040 klimaneutral wirtschaften möchte.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die neue Fassadenkonstruktion. Dabei kamen unter anderem CO₂-reduziertes Basisglas und leistungsfähige Sonnenschutzverglasungen zum Einsatz. Flachglas Markenkreis begleitete das Projekt mit glastechnischer Beratung.
Fassadentechnik mit CO₂-reduziertem Glas
Für die Verglasung des Erdgeschosses wurde das Basisglas Pilkington Mirai™ eingesetzt. Nach Herstellerangaben verursacht dieses Glas im Vergleich zum konventionellen Floatglas des Herstellers geringere CO₂-Emissionen bei der Herstellung. Grundlage dafür sind unter anderem ein hoher Anteil an Recyclingglas sowie der Einsatz alternativer Brennstoffe und erneuerbarer Energien im Produktionsprozess.
Das Basisglas wurde zum Dreifach-Sonnenschutz-Isolierglas INFRASTOP® Q III 54/25 mit Pilkington Suncool™ Q 60-Beschichtung weiterverarbeitet. Die Verglasung kombiniert eine Lichtdurchlässigkeit von 54 % mit einem Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) von 25 %. Dadurch kann sie dazu beitragen, den solaren Wärmeeintrag zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Tageslichtnutzung zu ermöglichen. Je nach Gebäude, Nutzung und klimatischen Bedingungen kann dies den Energiebedarf für Kühlung und Heizung positiv beeinflussen.



Sonnenschutzverglasung für angenehme Arbeitsbedingungen
In den Obergeschossen kam das Sonnenschutz-Isolierglas INFRASTOP® Neutral III 63/39 zum Einsatz. Mit einer Lichtdurchlässigkeit von 66 % und einer geringen Außenreflexion unterstützt es eine gute Tageslichtversorgung der Büroräume.
Ergänzt wird die Verglasung durch außenliegende Lamellenraffstores sowie innenliegende Rollos. Das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht eine bedarfsgerechte Steuerung des Tageslichts und des Sonnenschutzes und trägt zu einem angenehmen visuellen Komfort an den Arbeitsplätzen bei.
Ressourcenschonende Modernisierung
Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist der Erhalt der bestehenden Gebäudestruktur. Durch die Sanierung anstelle eines Neubaus konnten vorhandene Bauteile weiter genutzt und der Materialeinsatz reduziert werden.
Zum Gesamtkonzept gehören außerdem Fassadenmaterialien mit hohem Recyclinganteil, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie eine begrünte Fassade. Diese Maßnahmen sind Bestandteil des Energiekonzepts des Gebäudes und unterstützen dessen angestrebte Nachhaltigkeits- und Klimaziele.
Für das Gebäude wird eine DGNB-Platin-Zertifizierung sowie eine QNG-Premium-Auszeichnung angestrebt.
Lesen sie in unserem ausführlichen Objektbericht weitere Details über die eindrucksvolle, gelungene Sanierung.
Und erfahren Sie alles Wissenswerte über C02-reduziertes Glas.
Objektdaten:
Bauherr: Ed. Züblin AG, Stuttgart, vertreten durch STRABAG BRVZ Corporate Real Estate Management
Fassadenbau:
– Forster Fassadentechnik GmbH, Mitterteich
– ZÜBLIN Timber GmbH, Aichach
Glastechnische Beratung: Flachglas Markenkreis GmbH, Gelsenkirchen
Basisglas: Pilkington Deutschland AG Gladbeck
Isolierglas: FLACHGLAS Wernberg GmbH, Wernberg-Köblitz